Ein großer deutscher Schriftsteller, bekannt durch Romane wie „Die Aula“, „Das Impressum“, „Der Aufenthalt“, „Okarina“ und, und, und. Ebenso auch durch seine herrlich ironischen Erzählungen. Am 14. Juni wäre Hermann Kant 100 Jahre alt geworden. Was war er für ein Mensch? Irmtraud Gutschke hat für das Buch „Die Sache und die Sachen“ lange Gespräche mit ihm geführt und ihn gut kennengelernt. Er stand für viele, die sich für die DDR entschieden, ohne vor ihren Unzulänglichkeiten die Augen zu verschließen. „Ich sagte mir nie: Die Sache ist faul, an der ich beteiligt bin. Sondern: Die Sache hat einen Fäulnisschaden, den müssen wir rauspulen, ohne das Ganze zu beschädigen.“ Aber das ist nicht gelungen. Und weil er nicht zu Kreuze kroch, ist er in öffentliche Ungnade gefallen.